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Um die Weltmeisterschaft in Brasilien gab es viel Aufsehen, vor allem auch außerhalb der Fußballstadien. In der Stadt Rio de Janeiro spüren Menschen bis heute Auswirkungen des Sportereignisses. Ärmere Viertel am Stadtrand wurden und werden als von Drogen-Kartells regiert angesehen. So ein Missstadnd wurde vor der WM vorsichtshalber aus dem Weg geräumt. Die Favelas wurden mit Polizei und Militärs „befriedet“.

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Praga, Sterre und MC Copinho

Sterre Gilsing lebte als Ethnologin und Aktivistin mehr als ein Jahr in den beschriebenen Vierteln und forschte mit MusikerInnen, Party-BesucherInnen, ihrer Nachbarschaft und mit anderen WissenschaftlerInnen zu einer Funk-Szene, die sich so leicht nicht von der Straße und aus den Clubs vertreiben lässt.

Im Interview erzählt Sterre von Rivalitäten zwischen Polizei und Sprayer-Szene, raffinierten DJs und wie es ist, als junge Forscherin unterwegs zu sein.

Interview: Lena Löhr

Musik: MC Babalu: „Paz e liberdade“

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MC Babalu

 

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María Sabina war eine Berühmtheit. Weniger in ihrem eigenen Heimatland Mexiko, als vielmehr in einschlägigen Kreisen des internationalen Hippie und Drogen Tourismus und auch unter Pharmaforschern der 1970er Jahre. Viele Menschen reisten ins kleine Dorf Huahuatla de Jímenez, um die dort ansässige Heilerin und Schamanin zu treffen – angezogen von den Gerüchten über jene spektakulären „Götterpilze“, die María Sabina in ihren Ritualen verwendete. Die Besucher richteten – unwillentlich – großen Schaden an. Trotzdem lebt das Erbe der großen Geistfrau noch heute weiter, zum Beispiel in der Erinnerung des Heilers, Lehrers und Entertainers René Nepomocido in einem mexikanischen Bergdorf.

ton & text: Johanna Fricke

Würmer und Karneval

Interview mit Anja Bohnenberger in Mexiko

Anja Bohnenberger vom Institut für Ethnologie an der Universität Leipzig hat dem Weltempfänger für die Sendung vom 17. Februar 2013 ein Interview direkt aus dem Feld gegeben. Hört rein um einen Eindruck davon zubekommen, was es heist, als Ethnologe im Feld zu sein oder um etwas über Parasiten und den Karneval in einem mexikanischen Dorf zu erfahren.

Ölförderung im Niger Delta (Nigeria)

im Januar erschien diese Fotoserie auf zeit.de

im Jahr 2012 gab das Völkerkunde Museum München diese Ausstellung:
Letzte Öling Nigerdelta. Das Drama der Erdölförderung in zeitgenössischen Fotografien München
Dazu erschien:
Stelzi, Christine, Eva Ursprung und Stefan Eisenhofer (Hg.) (2012): Letzte Ölung Nigerdelta: Das Drama der Erdölförderung in zeitgenössischen Fotografien. Staatl. Museum für Völkerkunde. München.

Lithium in Bolivien

Salz am Salar de Uyuni, Bolivia


Birgt der steigende Bedarf nach dem Wunderleichtmetall Lithium eine schwere Veränderung der Industrie, Landschaft und Gesellschaft Boliviens?

Bolivien. Am Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt, werden pro Jahr 25 000 Tonnen Salz abgebaut. Dort lagert außerdem ein verborgener Schatz für die technologischen Bedürfnisse unserer Zeit: Lithium. Wie und warum es erschlossen wird, wie die bolivianische Regierung unter Evo Morales dazu steht und welche ökologischen und gesellschaftlichen Folgen die Ausbeutung des Salzsees haben könnte, darüber sprechen wir mit Dr. Muruchi Poma. Er ist Mitglied im Verein zur Ressourcengerechtigkeit ayni e.V. und beschäftigt sich mit weltweiten Lithiumvorkommen und aktuellen Entwicklungen in Bolivien. Mehr Hintergrundinfos erfahrt Ihr in unserem weltempfaengerbeitrag!

Bolivien im Lithium-Rausch / 3sat

Artikel aus der bolivianischen Zeitung ‚El Diario‘

AYNI Verein für Ressourcengerechtigkeit

Januar 2013

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Mit der Wiederwahl der FSLN, der ehemaligen „Revolutionspartei“ Nicaraguas, 2006 erwarten sich viele Nicaraguanerinnen und Nicaraguaner einen  Wechsel  hin zu einer sozialgerechten Regierung.

Die Frauenbewegung Nicaraguas erhofft sich vor allem, dass die Regierung, die sich selbst als christlich, sozialistisch und demokratisch bezeichnet, ein kurz zuvor verabschiedetes Gesetz rückgängig macht: das Gesetz zum Verbot der gesundheitsbedingten Abtreibung.

Noch ein Jahrhundert zuvor war Nicaragua das erste Land Zentralamerikas, in dem Abtreibung bei Vergewaltigungsopfern und Frauen in medizinisch bedenklichem Zustand erlaubt wurde.

Die Hoffnung der Frauenbewegung Nicaraguas erfüllen sich nach den Wahlen 2006 nicht. Abrtreibung blieb und bleibt in allen Fällen verboten. Nicaraguanerinnen und Unterstützende gehen auf die Straße.

Yolanda Acuna ist Leiterin der Organisation MIRIAM, die sich in Nicaragua für die Rechte von Frauen einsetzt.

Im November war Yolanda in Leipzig zu Gast und sprach mit uns über Geschlechtergerechtigkeit in Nicaragua und die Arbeit ihres Projekts.

Interview Teil I

Interview Teil II

Interview Teil III

Entschuldigt! Beiträge werden bald neu hochgeladen!

Unterstützerinnen in Leipzig mit Yolanda Acuna

Yolanda (2. von rechts) mit Unterstützerinnen in Leipzig

Derecho de género en Nicaragua

Por la reelección del FSLN, el partido de la revolución nicaragüense, en 2006 much@s nicaragüenses expectaban un cambio a un gobierno socio-justo.

El movimiento de mujeres de Nicaragua esperaba especialmente que el gobierno, que dice que es christiano, socialista y democratico, anule una ley nueva: la ley que prohibe el aborto terapeutico.

Hace un síglo Nicaragua fue el primer país centroamericano que permitió el aborto para victimas de abuso sexual y para mujeres en situaciones  peligrosos para su salud.

La espereanza de el movimiento de mujeres en Nicaragua no se cumplió después de las elecciones en 2006.  El aborto quedó prohibido. Mujeres nicaragüenses y patrocinadoras/es salieron a la calle.

Yolanda Acuna es directora de la organisación MIRIAM, que trabaja para los derechos de mujeres en  Nicaragua.

Este noviembre Yolanda nos visitó en Leipzig y hablaba con nosotros sobre la igualdad de genero y el trabajao de su proyecto en Nicaragua.

Entrevista Parte I

Entrevista Parte II

Entrevista  Parte III

Disculpen! Pronto vamos a recargar de nuevo los audios de la entrevista!

„INDIGENE LYNCHEN DREI VERMEINTLICE STRAFTÄTER UND VERBRENNEN SIE BEI LEBENDIGEM LEIBE!“

Solche oder ähnliche Nachrichten lassen sich immer wieder in der guatemaltekischen Presse finden. Unter den Titeln prangen Fotos der Menschen, die sich im Todeskampf winden, verschluckt von den Flammen am eigenen Körper. Ebenso reisserisch wie unsere Beschreibung hier lesen sich auch die dazugehörigen Berichte. In ihnen wird die Lynchjustiz angeprangert, welche in ländlichen Gemeinden Guatemalas in Mittelamerika immer wieder praktiziert werden. Aus der Perspektive der nicht-indigenen Bevölkerung sind diese Strafmaßnahmen menschenverachtend und verstoßen gegen die Menschenrechte sowie gegen guatemaltekisches Recht. Hier treffen zwei Rechtssysteme aufeinander – das aus der westlichen Rechs- und Wertetradition und ein Rechtssystem, welches indigenen Gemeinden zugeschrieben wird. Im folgenden Interview beschreibt die Rechtswissenschaftlerin Nadine Janssens die Hintergründe der Lynchjustiz. Sie arbeitete lange als Menschenrechtsbeobachterin in indigenen Gemeinden Guatemalas und zeichnet die Entstehung dieser Strafmaßnahmen nach:

Der Skript zum Interview / la entrevista en español con la traduccion alemana

LA ENTREVISTA EN ESPAÑOL:

Im Studiogespräch mit Antje Velasquez erfahren wir wem das Wasser in den Süd-Anden Perus gehört und was das für den Alltag der Menschen bedeutet.

Lateinamerika und Ethnologie – das sind die Tristes tropique (Traurige Tropen) von Claude Lévi-Strauss. Mit diesem Werk, in dem der französische Ethnologe seine Erlebnisse und Beobachtungen mehrerer Forschungsreisen ins Amazonastiefland zusammenfasst, brachte er die Kulturen des Amazonischen Tieflandes einem breiten, nichtwissenschaftlichen Publikum nahe. Auch wenn Lévi-Strauss Traurige Tropen am breitesten wahrgenommen wurde, ist er nicht der erste und einzige Forschende im Amazonasgebiet.

Noch früher als Lévi-Strauss forschte Curt Unckel über Mythen und soziale Organisation einiger Gruppen des amazonischen Tieflandes. Über das Wirken von Curt Unckel forscht Peter Schröder von der Universidade Federal de Pernambuco. Er stellt euch diesen, weniger bekannten und doch ungleich wichtigen Ethnologen Unckel vor:

Den wohl größten Unterschied zwischen Lévi-Strauss und Curt Nimuendjú lässt sich schon an dessen Namen ablesen:

Nimuendajú – ‚der seinen Platz gefunden hat‘ oder auch ‚der sein Haus baut‘. Diesen Namen trug Curt Unckel seit dem Aufenthalt bei den Guaraní zu Beginn seines Lebens in Brasilien. Der Name sollte ihn all die folgenden Jahre im Feld begleiten. Nimuendajú führte fast sein ganzes Leben lang Feldforschung durch, zunächst bei den Guaraní, später bei Gruppen der Gê-Sprachen. Über sein Verhältnis zu den Indigenen schreibt Nimuendajú 1914:

„Ich habe stets wie ein Indianer unter Indianer gelebt und dabei, wenn auch nicht durchaus fehlerfrei, so doch vielleicht besser Guaraní sprechen gelernt als mancher, der darüber mehr geschrieben hat als ich. […] Meine Gewährsleute waren drei gute Freunde aus der Apapocúva-Horde, der ich ja selbst angehörte;[…]“

(Nimuendajú Unkel, Curt. 1914. Die Sagen von der Erschaffung und Vernichtung der Welt als Grundlagen der Religion der Apapocúva-Guaraní. Zeitschrift für Ethnologie 46, S. 284-403, S. 285.)

zum Nachlesen:

Werke von und über Nimuendajú in der Biblioteca Curt Nimuendajú der FUNAI


		

In unserer Sendung haben wir die aktuellen Ereignisse im brasilianischen Tiefland angesprochen. Dort soll das drittgrößte Wasserkraftwerk der Welt gebaut werden. Über das Projekt und mögliche Konsequenzen könnt ihr im angesprochenen Artikel „Das Judas-Projekt“ aus „Die Zeit“ nachlesen.

Ein weiteres Staudammprojekt ist im Süden Chiles geplant. Dazu gibt es einen Radio-Beitrag von onda: HidroAysén

Nicht überall beschäftigen sich die Menschen schon während der Schwangerschaft mit dem Namen ihres Kindes. Es gibt auch Kulturen, die den Namen ihres Kindes erst nach der Geburt festlegen, damit er sich mehr auf das Kind selbst bezieht und nicht so von den Wünschen der Eltern abhängig ist.Die Sirionó in Bolivien gaben ihren Kindern früher erst während oder nach der Geburt einen Namen, der von der Geburtssituation, dem Aussehen des Kindes oder dem Jagderfolg des Vaters und damit dem Schicksal abhängig war. Ein paar Namensbeispiele sind in folgendem Beitrag zu hören:

Der Beitrag basiert auf dem Artikel von Anne Priest „Method of Naming among the Sirionó Indians“ (1964) in American Anthropologist, Vol. 66, No. 5, S. 1149-1151.

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Lissek: Verteidigung des Zölibats – eine Fragmentsammlung

Autor zu Gast!

Ort: tipi/ ww/ leipzig

Kontakt

weltempfaenger(at) posteo.de

mehr global sounds auf Radio Blau

Der Weltempfänger ist nicht die einzige Sendung auf Radio Blau, die Sounds und Musik aus allen Teilen der Welt entdeckt. Folgende Sendungen öffnen euer Ohr für global sounds, mal mit dem Fokus auf Musik, mal mit Berichten aus verschiedenen Ecken des Globus:

Musik

zonic radio show
_kulturelle Randstandsblicke vornehmlich aus Richtung Osten blog

no eXotik! no turistiK!
_global sounds und Konzertips für Leipzig blog

pura vida sounds
_Musik und ihre Bedeutung für die KünstlerInnen, aus welchem Teil der Welt sie stammt ist zweitrangig blog

Diskussion

radio zwischenraum
_die mehrsprachige, mehrgenerationelle und mehrkulturelle Sendung blog

babilonia
_diskutiert doch in der Sprache, mit der ihr euch wohlfühlt blog

onda info
_ Nachrichten, Berichte und Interviews aus Lateinamerika vom Nachrichtenpool Lateinamerika blog