You are currently browsing the tag archive for the ‘Ethnologie’ tag.

MOA, im Sommer 2014, von Maria

MOA, im Sommer 2014, von Maria

Das Museum of Anthropology in Vancouver (MOA) ist eine einzigartige Institution an der Westküste Kanadas, auf dem traditionellen Land der Musqeam People. Hier finden Wissenschaft, museale Repräsentation von Kulturen und die aktive Zusammenarbeit mit lokalen ethnischen Gruppen zusammen. Es ist eine international und interkulturelle Plattform für regionale Kulturarbeit und aktive Ethnologie.

Maria Venne vom Weltempfänger ist zur Zeit Research Assistant im MOA und erzählt über Ihre Erfahrungen am Museum in einem Skype-Gespräch mit Gregor Kliem.

Teil 1 des Interviews:

Teil 2 des Interviews

Schnitt: Gregor Kliem, Stephan Lange

Anfang November feierte das Leipziger Institut für Ethnologie sein 100 Jähriges Bestehen. Zu dem Anlass gab es nicht nur ein Symposium, Vorträge und eine tolle Ethnoparty sondern auch eine neue Ausstellung im Grassimusem für Völkerkunde. Der Titel: Vom Wissen der Objekte. Ethnologische Konstellationen.

Der Weltempfänger war selbst in der Ausstellung und hat sich ein Bild gemacht. Und wir sprachen mit dem Ethnologiestudenten Laurin Baumgardt, der bei der Konzeption der Ausstellung mitgemacht hat.

 

Aufnahme: Lena Löhr, Gregor Kliem

Schnitt: Gregor Kliem

Sprecher: Stephan Lange

Vom 2. bis 5. Oktober 2013 hat in Mainz die Tagung der Deutschen Gesellschaft für Völkerkunde statt gefunden. Das Thema:
„Verortungen. Ethnologie in Wissenschaft, Arbeitswelt und Öffentlichkeit“
Über 200 Wissenschaftler der Disziplin fremder Kulturen sind einander begegnet, haben ihre Gedanken und Ideen ausgetauscht und Neues aufgeworfen. Johanna und Maria fragten Prof. Rao nach ihren Eindrücken:

Caspar danken wir für die Komposition des sound & für die Freude am Experimentieren.

Die Museen der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen in Leipzig und Dresden nehmen, wie andere Museen z. B. aus Berlin oder Bielefeld, an dem Projekt „Sammlungen neu sichten“ des Museumsbundes teil. Dem Weltempfänger erzählten die Volontäre Christine Fischer (Leipzig) und Tobias Mörike (Dresden) von Intentionen dieses Projektes, den dafür ausgewählten Sammlungen mit Objekten aus Syrien und Algerien, von bisherigen Objektgesprächen mit Menschen aus den beiden Ländern oder anderen, die z.B. mit Menschen aus Syrien oder Algerien verheiratet sind. In bisherigen Gesprächen erzählten sie von ihren Eindrücken der Objekte oder davon womit sie die Objekte assoziieren. Wenn Sie Interesse an Objektgesprächen haben wenden Sie sich an:
Christine Fischer (Leipzig) oder an Tobias Mörike (Dresden). Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt „Sammlungen neu sichten“.
Das folgende Interview führte Maria Venne:

Passend zum DOK 2012 fragten wir Prof. Rao nach ihrem Verständnis von „Visueller Anthropologie“.


Die Vortragsreihe KLANG – DAS ETHNOLOGSICHE ECHO möchte für den auditiven Sinn sensibilisieren und Wirkungen und Bedeutungen von Klängen auf Menschen nachspüren: Welche Bedeutungen schreiben Menschen den Klängen ihrer Umwelt zu? Welche Klänge produzieren sie, um ihre Gesellschaft zu gestalten? Wie wirkt Klang auf den Körper und die Psyche? Mit welchen Methoden kann man Rückschlüsse auf die auditive Weltwahrnehmung von Menschen ziehen? Und wie können wir diese Bedeutungssysteme durch Klang abbilden? Diese und andere Aspekte sollen im diesjährigen Kolloquium beleuchtet werden.

Das Programm online
Das Programm zum runterladen

Vortragsreihe KLANG – DAS ETHNOLOGISCHE ECHO

Oktober 2012 – Januar 2013
Mittwochs 19-21 Uhr

Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Klangsammlungen

Der Soundjournalist und Klangkünstler Peter Cusack sprach im Rahmen des Kolloquiums Klang über Sonic Journalism und die Sounds from dangerous places:

Sounds from Dangerous Places asks

“What can we learn of dangerous places by listening to their sounds?”
Recent travels have brought me into contact with some difficult and potentially dangerous places. Most are areas of major environmental/ecological damage, but others are nuclear sites or the edges of military zones. The danger is not necessarily to a short-term visitor, but to the people of the area who have no option to leave or through the location’s role in geopolitical power structures. Dangerous places can be both sonically and visually compelling, even beautiful and atmospheric. There is, often, an extreme dichotomy between an aesthetic response and knowledge of the ‘danger’, whether it is pollution, social injustice, military or geopolitical. Places visited include the Chernobyl Exclusion Zone, the Caspian Oil Fields, Azerbaijan and various nuclear or military sites in the UK. Field recordings, photographs, conversations, scientific and other information were collected at the sites.
Sounds from Dangerous Places explores the practice of sonic–journalism – the audio equivalent of photo–journalism. Sonic journalism is based on the idea that valuable information about places and events is revealed through their sounds and that careful listening will give insights different from, but complimentary to, visual images and language.

In Halle gibt es ein Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, wo sich eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern mit dem Thema Rechtspluralismus beschäftigt. Einer von ihnen ist der Ethnologe Bertram Turner. Er hat uns in einem Interview einiges über Rechtspluralismus und internationale Zusammenhänge erzählt, und an einem Beispiel seiner eigenen Forschung in Marokko erklärt.

Hört selbst:

Auf dem Ethnologie Symposium deutschssprachiger Studierender lernen wir ganz unterschiedliche Gebiete und Arbeitsbereiche des Fachs kennen. Elena uns Bernadette von der LMU München stellen ihre kleinen Feldforschungen im Bereich Organisationsethnologie vor.

Zunächst erklären sie einmal, was es damit eigentlich auf sich hat. Sie forschen in Unternehmen bei sich vor der Haustür, hier in Deutschland.

Ihr denkt euch vielleicht: „Forschen Ethnologinnen und Ethnologen nicht eigentlich im Ausland bei Menschen, die ihnen erst einmal fremd sind?“

„Wie kommen Elena und Bernadette darauf, die Methode ihres Studienfachs der Ethnologie, auf deutsche Unternehmen anzuwenden?“

Hört rein!

Das 8. Ethnosymposium – ein Rückblick

Mitte April fand das nunmehr 8. Symposium der Studierenden der Ethnologie im deutschsprachigen Raum statt, diesmal am Institut für Ethnologie in Leipzig.  Einer der Teilnehmenden und auch Organisierenden ist Christian. Im Interview mit ihm werfen wir einen kurzen Blick zurück auf die drei Tage intensiven Austausches zwischen Studierenden der Ethnologie über gezeigte und verborgene Kulturen.

Programm des 8.Ethno-Symposiums „Gezeigte und verborgene Kultur“

Die präsentierten Vorträge boten Anlass für kontroverse Diskussionen. Hier sei nur die Kontroverse um den Begriff Zigeuner im wissenschaftlichen Diskurs angeführt. Dieser Begriff wird am Leipziger Forum für Tsiganologische Forschung verwandt. Werfen wir einen Blick auf deren Begriffsverständnis:

Unsere Begrifflichkeiten
In Deutschland und Europa ist die adäquate Bezeichnung der Roma/Zigeuner umstritten – dies zeigt nicht zuletzt die aktuelle Debatte um das Berliner Mahnmal. Viele Roma/Zigeuner empfinden den Begriff „Zigeuner“ (über dessen ethymologische Herkunft nur spekuliert werden kann) als beleidigend und propagieren stattdessen „Roma“ als nichtdiskriminierende Bezeichnung (im Romani bedeutet „rom“ übersetzt „Mensch“). Auf der anderen Seite plädieren jedoch andere Roma/Zigeuner für die Beibehaltung der Fremdbezeichnung, da sie den Begriff „Roma“ als diskriminierend empfinden. Sie argumentieren, dass das Ethnonym einer großen Untergruppe (Roma, die vor allem im 19. Jh. aus Südosteuropa nach Westeuropa und Amerika migriert sind) als Allgemeinbezeichnung generalisiert wird und damit andere Untergruppen (z.B. Sinti, Kalé, Ashkali) zurücksetzt.
Mit der offiziellen Nutzung des Begriffspaars „Roma/Zigeuner“ möchte das FTF demonstrieren, dass es sich wissenschaftlich differenziert mit der Frage der adäquaten Bezeichnung der heterogenen transethnischen Minderheit auseinandersetzt, im politischen Streit jedoch keine Stellung bezieht. Es bleibt den einzelnen Mitgliedern des FTFs überlassen, sich individuell für eine adäquate Bezeichnung zu entscheiden. Im konkreten Fall ist es sinnvoll, das genaue Ethnonym der jeweiligen Untergruppe (z.B. Kalderasch, Xoraxané, Manusch, Jat, Rom, aber auch schlicht Zigeuner) zu gebrauchen.
Forschungsansatz
Wir studieren Roma/Zigeuner nicht als ethnische Einheit, sondern beschäftigen uns unter dem Paradigma eines tsiganologischen Relationismus mit einer Vielzahl von Gruppen, die sich alle durch ein interaktives Verhältnis zu ihrer gesellschaftlichen Umgebung auszeichnen. Als Minderheit sind sie immer dem Zugriff der Mehrheit (in der Romanisprache: den Gadje) ausgeliefert. Diese stereotypisiert „ihre Minderheiten“ und versucht sie entweder einzugliedern oder wenigstens zu disziplinieren. In der Geschichte dieser interethnischen Beziehung litten die Roma/Zigeuner oft unter Stigmatisierung und Diskriminierung, Rassismus und Verfolgung und auch heute haben viele Staaten große Mühen, der „weltbürgerlichen Praxis“ ihrer Roma/Zigeunerminderheiten die nötige Toleranz entgegenzubringen. Roma/Zigeuner entwickeln jedoch – und das macht sie international vergleichbar – immer auch eigene Strategien, mit denen sie auf die Mehrheit und ihre Grenzen reagieren.
In Übereinstimmung mit neueren ethnologischen Ansätzen in der Tsiganologie erkennen wir in den verschiedenen Roma/Zigeunerkulturen ethnische Gruppen, die stets Teil der Mehrheitsgesellschaft und gleichzeitig eigenständiger Teil einer Minderheitenkultur sind. Die Kulturen der Roma/Zigeuner und die der Gadje befinden sich in stetem Austausch und Roma/Zigeuner passen sich stets mehr oder weniger an die Mehrheitsgesellschaft an. Jedoch grenzen sie sich in bestimmten Bereichen, die sie für wichtig erachten, bewußt ab, um ihre Eigenständigkeit zu bewahren. Gleichzeitig werden sie von den Gadje in anderen Bereichen ausgegrenzt. Die Roma/Zigeunerkulturen bilden somit ein kulturelles Netz der Verknüpfung und verbinden Bereiche, die innerhalb und außerhalb der Mehrheitskultur liegen (das Logo des FTF visualisiert diese Sichtweise). Die ethnischen Gruppen der Roma/Zigeuner definieren sich dadurch von innen wie von außen. Da in jedem Land und Staat andere Rahmenbedingungen für die ohnehin nicht homogenen Kulturentwürfe der Roma/Zigeuner herrschen, findet man auf der Welt wohl nur wenige „Völker“, die derart heterogen eine kulturelle Fülle entfalten wie die Roma/Zigeuner. […]Quelle: Forum für Tsiganologische Forschung

Der Weltempfänger war zu Gast beim StuRadio, der Radiosendung des StudentInnenrates der Universität Leipzig. Franzi, Maria und Olaf aus der Weltempfängerredaktion erzählen, mit welcher Motivation sie die Sendung Weltempfänger machen und welche Möglichkeiten das freie Radio Blau bietet, selbst Radio zu machen.

Der Weltempfänger zu Gast beim StuRadio by weltempfaenger3

mehr Infos zum StuRadio-Spezial zur Situation von Radio Blau auf StuRadio

mehr Infos, wie ihr Radio Blau unterstützen könnt auf Radio Blau

hört weiter

am einem Tag Ende Januar - zu finden im Programnm von Radio Blau

Frequenzen in Lpz:
89,2 | 94,4 | 99,2 mHZ
und weltweit im livestream

machen machen

in Leipzig

Montag, 19. Dezember
geräuschkulisse- *Feature*Hörspiel*Klangkunst
gemeinsam hören, diskutieren.

Lerch/ Balzer: Bi-Normal - eine Geschichte über Grenzbereiche des Bipolaren

AutorInnen zu Gast!

Ort: tipi/ ww/ leipzig

Kontakt

weltempfaenger(at) posteo.de

mehr global sounds auf Radio Blau

Der Weltempfänger ist nicht die einzige Sendung auf Radio Blau, die Sounds und Musik aus allen Teilen der Welt entdeckt. Folgende Sendungen öffnen euer Ohr für global sounds, mal mit dem Fokus auf Musik, mal mit Berichten aus verschiedenen Ecken des Globus:

Musik

zonic radio show
_kulturelle Randstandsblicke vornehmlich aus Richtung Osten blog

no eXotik! no turistiK!
_global sounds und Konzertips für Leipzig blog

pura vida sounds
_Musik und ihre Bedeutung für die KünstlerInnen, aus welchem Teil der Welt sie stammt ist zweitrangig blog

Diskussion

radio zwischenraum
_die mehrsprachige, mehrgenerationelle und mehrkulturelle Sendung blog

babilonia
_diskutiert doch in der Sprache, mit der ihr euch wohlfühlt blog

onda info
_ Nachrichten, Berichte und Interviews aus Lateinamerika vom Nachrichtenpool Lateinamerika blog