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Nicht als Frau, nicht als Mann, nicht als Transgender beschreiben sie sich –  die Tomboys in Thailand. Stattdessen sind „Tomboy“ und „Dy“ eigene Kategorien geschlechtlicher Identität, die in den lebendigen Szenen Bangkoks, oder anderer asiatischer Großstädte geprägt wurden. Geprägt werden, müsste es eigentlich heißen, denn letztlich geht es in den Selbstbeschreibungen nicht um starre Kategorien, sondern um das Recht jedeRs einzelnen auf sexuelle Selbstbestimmung. So lautet eins von vielen Statements aus dem Lesbian Bangkok Chat: „Du bist ein Tom, wenn: Du deine Brüste flach bindest und unter deinem langen, weiten Shirt versteckst“ und ein anderes: „Du bist ein Tom, wenn du die Handtasche deiner Dy trägst“.

Ein Gepräch mit der Sexualwissenschaftlerin Djamila Meshoul, die auch Milan heißt. Eine Fotoausstellung. Musik. Ein Minifeature.

ton & text: Johanna Fricke           bild: djamila meshoul

!!!Achtung Achtung: neue Location für die Fotoausstellung ab sofort gesucht!!! Kontakt: milan.nalim.524

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Franziska Gaube ist seit einem Vierteljahr in Dhaka und arbeitet hier für das Freiwilligennetzwerk kulturweit im Goethe Institut. Als ehemalige Ethnostudentin haben wir sie angerufen und mit ihr über das aktuelle Dhaka gesprochen…

Sushi rolls!

Sushi ist ein trendfood, gesund, exotisch und direkt fertig zum Verzehr erhältlich. Zeitgemäßer geht es kaum und so verwundert es nicht, dass die Reisröllchen heutzutage fast überall angeboten werden. Zum Beispiel findet man abgepacktes Sushi in einer türkischen Bäckerei im Berliner Stadtviertel Kreuzberg, als Farbtupfer zwischen Sesamkringeln und Nussecken, und es gibt die inzwischen schon „traditionelle“ Variante des American Sushi, mit Frischkäse und Lachs in der Rolle.
Zugleich gilt Sushi im Ausland als repräsentativ für die Japanische Küche wie keine andere Speise und 2011 startete die japanische Regierung sogar eine Kampagne zum „Schutz“ des Nationalgerichts vor Überfremdung. „Jetzt kommt die Sushi-Polizei!“, warnten Internetportale vor den Inspekteuren, die in ausländischen Sushi-Restaurants über die Einhaltung der Hygienerichtlinien wachen sollten.

In diesem Feature sprechen eine Leipziger Japanologin und eine angehende Sushi-Meisterin über Tradition, Mobilität und erstaunliche Wandelbarkeit der beliebten Reis-in-Algen-Rollen.

ton & text: Johanna Fricke

An der Nordküste Japans in der heutigen Präfektur Niigata schneit es sehr viel und der Schnee bleibt ungewöhnlich lange liegen. Dieses Gebiet ist auch als Schneeland bekannt.
Ulrike Ottinger reist in ihrem Hörspiel „Unter Schnee“ in die historische Provinz Echigo und lässt ihre Bewohner mit ihren Ritualen lebendig werden.

Das gesamte Hörspiel kann hier gehört werden.

Gegenwärtig, heute wie gestern, sind abertausende Menschen in sogenannten Umerziehungslagern in Nordkorea gefangen. Der Film „Camp 14“ von Marc Wiese bringt diese Tatsache wieder ins Bewusstsein. Mit uns sprach Johanna über ihre Filmeindrücke:

Beim DOK Talk am Morgen nach der Filmvorführung von „Are you listening“ sprach Olaf Günther mit dem Filmemacher des Filmes. Von seinen Filmeindrücken & jenem Gespräch hört ihr hier:

Shiva, seine Kinder und die Chepang hieß die Oktobersendung 2012 und widmete sich ganz dem Subkontinent Südasien und drei Geschichten aus seinem Norden. Da dieses Mal nur gemafreie Musik in der Sendung lief und die  Moderatoren selbst noch über ihre Reisen berichteten, diesmal die ganze Sendung. Wer jedoch nur einige Teile davon hören will, der schaue weiter unten.

Shivaratri

Shivaratri heißt übersetzt „Shiva-Nacht“ oder die Nacht des Shivas. Dieses große hinduistische Fest wird in Nepals Hauptstadt Kathmandu als rauschende 24-Stunden Feier begangen, bei der große Mengen Ghanja (Haschisch) die Stimmung aufheizen. An diesem einen Tag im Jahr ist in Kathmandu der Haschischkonsum legal, denn er geschieht zu Ehren des großen Lord Shivas.

Hört nach und erfahrt etwas über die Bedeutung des religiösen Festes und die Verehrung Shivas. Und spürt etwas von der Atmosphäre einer Stadt im Taumel des Feierns… Hari Om!

Die Schlangengöttin Monosha

In Bengalen gibt es einen Mythos, wie die Schlange eine Göttin wurde. Heute wird sie von den Hindus Bengalens überall geehrt. Auch die Muslime Bangladeshs kennen diese Mythos und haben Respekt vor den Schlangen. Den Mythos hört ihr hier in der Variante, die unsere  Hörer beim ersten Mal verstehen können. In Wirklichkeit ist er viel länger und komplizierter. Er kann sogar ganze Kinofilme füllen, und wurde tatsächlich zu einem der wichtigsten Klassiker des Bengalischen Films.

Die Chepang und ihre Sprache

„Unsere Sprache darf nicht beleidigt werden“ erklären die Bewohner einer kleinen Siedlung in den Bergen Zentralnepals. Sie gehören zur Volksgruppe der Chepang und sind inzwischen bilingual – sie sprechen Chepang und die Nepali. Wie viele andere Minderheiten im mehrheitlich hinduistischen und von Kastenhierarchien geprägten Nepal sind die Chepang immer wieder mit Diskriminierung ihrer ethnischen Identität konfrontiert. Stolz auf die eigene Sprache wird deswegen noch immer mit Vorsicht geäußert. Hört selbst.

„Unsere Sprache darf nicht beleidigt werden“ erklären die Bewohner einer kleinen Siedlung in den Bergen Zentralnepals. Sie gehören zur Volksgruppe der Chepang und sind inzwischen bilingual – sie sprechen Chepang und Nepali. Wie viele andere Minderheiten im mehrheitlich hinduistischen und von Kastenhierarchien geprägten Nepal sind die Chepang immer wieder mit Diskriminierung ihrer ethnischen Identität konfrontiert. Stolz auf die eigene Sprache wird deswegen noch immer mit Vorsicht geäußert. Hört selbst.

ton, bild & text: Johanna Fricke

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Die arabische Sprache gehört zu den semitischen Sprachen der afroasiatischen Sprachfamilie. Arabisch wird in mehr als 26 Ländern in den Regionen Nordafrika, der arabische Halbinsel und Teilen Asiens gesprochen. Schätzungen zufolge sprechen 320 Mio Menschen Arabisch als Muttersprache und weitere 60 Mio als Zweitsprache. Wie sich das Arabische in einer derart großen Region verbreitet hat und welche Rolle die einzelnen Dialekte neben dem Hocharabisch spielen, erklärt Aziz Bachouri, Mutterspracher und Tutor am Institut für Arabistik an der Universität Leipzig.

von Nizar Qabbani

geb. 1923, ist ein syrischer Schriftsteller. Er arbeitete zuerst
viele Jahre im diplomatischen Dienst, in verschiedenen syrischen Botschaften im Bereich des kulturellen Austausches.
Neben seiner Arbeit schrieb er immer schon Gedichte. Und hinterließ ein unglaubliches Gesamtwerk. Insgesamt hat Nizar Qabbani 35 Gedichtbände geschrieben, die er zum Teil in seinem eigenen Verlag in Beirut herausbrachte.

Besonders berühmt ist Qabbani für seine politischen Dichtung, in denen er die arabischen Regierungen kritisiert. In einer mal offenen und direkten, mal subtilen und bildhaften Sprache. Und genau das brachte ihm einerseits Bewunderung, andererseits starke Kritik ein. Jetzt hören wir ein Gedicht von Nizar Qabbani, das Studierende der Arabistik auf einem Rezitattionsabend im Frühjahr vortrugen: Das Gedicht, der Hahn, von Nizar Qabbani:

bald wieder hörbar!

Ihr hörtet das Gedicht, der Hahn vom syrischen Schriftsteller Nizar Qabbani. Ein Gedicht, in dem zwischen den Zeilen, verpackt in sprachliche Bilder eine Kritik der Regierung zum Ausdruck kommt.
Wegen dieser Kritik der politischen Zustände in seinem Land war Qabbani sehr umstritten. Aber nicht nur deshalb. Auch seine sinnliche Liebesdichtung erregte die Gemüter, bis heute, auch lange nach seinem Tod im Jahr 1998.

In seiner Autobiografie sagt Nizar Qabbani über die arabische Poesie:

„Ich stamme aus einer Volksgruppe, die die Gedichte atmet. Die Neugeborenen Kinder bei uns nehmen die Gedichte durch die Muttermilch auf. Alle Jugendlichen verfassen ihren ersten Liebesbrief als Gedicht.“

hört weiter

Nächster weltempfänger

Samstag, 18.11.17, 17 Uhr

Frequenzen in Lpz:
89,2 | 94,4 | 99,2 mHZ
und weltweit im livestream

machen machen

in Leipzig

Montag, 30. Oktober

geräuschkulisse– *Feature*Hörspiel*Klangkunst
gemeinsam hören, diskutieren.

Lissek: Verteidigung des Zölibats – eine Fragmentsammlung

Autor zu Gast!

Ort: tipi/ ww/ leipzig

Kontakt

weltempfaenger(at) posteo.de

mehr global sounds auf Radio Blau

Der Weltempfänger ist nicht die einzige Sendung auf Radio Blau, die Sounds und Musik aus allen Teilen der Welt entdeckt. Folgende Sendungen öffnen euer Ohr für global sounds, mal mit dem Fokus auf Musik, mal mit Berichten aus verschiedenen Ecken des Globus:

Musik

zonic radio show
_kulturelle Randstandsblicke vornehmlich aus Richtung Osten blog

no eXotik! no turistiK!
_global sounds und Konzertips für Leipzig blog

pura vida sounds
_Musik und ihre Bedeutung für die KünstlerInnen, aus welchem Teil der Welt sie stammt ist zweitrangig blog

Diskussion

radio zwischenraum
_die mehrsprachige, mehrgenerationelle und mehrkulturelle Sendung blog

babilonia
_diskutiert doch in der Sprache, mit der ihr euch wohlfühlt blog

onda info
_ Nachrichten, Berichte und Interviews aus Lateinamerika vom Nachrichtenpool Lateinamerika blog