Ostwestfälische Mundart

Auf Ostwestfälischer Mundart erzählt uns Ida Hermwille ein Pickert Rezept. Ostwestfälisch zählt zu den Westfälischen Dialekten, diese wiederum zum Niedersächsischen.

´Man nehme …` geht wohl auf die westfälische Köchin Henriette Davidis zurück!
Aus einer weiten Landschaft in Westfalen bei Bielefeld hören wir wie Ida Pickert zubereitet.
Man nehme:

Dat rheinische an sisch

Ungefähr auf der Höhe von Leipzig, aber am ganz anderen Ende von Deutschland, nahe der holländischen Grenze, liegt das Rheinland.
Seine Bewohner sind für ihre ausgelassene fünfte Jahreszeit bekannt. Doch nicht nur der Karneval ist im Rheinland besonders, sondern auch die Sprache. Wir haben uns für euch einmal umgehört. Horcht ins Rheinland hinein und lasst euch überraschen!

„Et bliev nix wie et wor!“ (= Sei offen für Neuerungen! Rheinisches Grundgesetz: Art. 5)

Dat Rheinische Jrundjesetz in voller Länge:
http://koelschakademie.finbot.com/index.php3?seite=479&p_id=422

Über dat rheinische Platt:
… janz ausführlisch:      http://www.staff.uni-marburg.de/~naeser/wenk-rpl.htm

… zum Laache:               Beikircher, Konrad (2009):
Wer weiß, wofür et jot es. Der Rheinländer an sich.
Köln: Kiepenheuer & Witsch.

Das Buch als Navi: Rheinland leicht gemacht Eine Reise ins Innere des Rheinlands: seine Sprache,  seine Geschichten und seine Seele – mit dem Reiseleiter Konrad Beikircher, den es einst selbst aus Südtirol an den Rhein verschlug.
http://www.beikircher.de/beikircher-kabarett.php

Rheinische Bands:
„Bläck Föös“  http://www.blaeckfoeoess.de/
„Die Höhner“ http://www.hoehner.com/start/musik
„Bap“                 http://www.bap.de/musik_platten.php

Schnack up platt

Plattdeutsch oder auch Niederdeutsch genannt – wird in ganz Norddeutschland gesprochen, in unterschiedlichen regional geprägten Formen. Von Niedersachsen über das Rheinische Platt  bis hin nach Vorpommern – überall spricht man heute auch noch Platt. In ganz Norddeutschland sind es noch 2,6 Millionen Menschen.

Geschichte

Das Platt hat eine lange Geschichte – entstanden ist es  aus dem Altsächsischen, das zwischen 800 und 1100 im Gebiet zwischen Dänemark und einer Sprachscheide. Die führt entlang einer Linie von Olpe über Kassel nach Merseburg. Aus dem Altsächsischen entwickelte sich das Niederdeutsch. Seine Hoch-Zeit auch als Schriftsprache hatte das Niederdeutsch während des Hanseverbundes. Das war ein Verbund von Handelsstädten rund um die Nord- und Ostsee. Dort florierte der Seehandel von ca. 1350 bis 1550. Für diesen Zeitraum galt die niederdeutsche Sprache der Hansekaufleute rund um Ost- und Nordsee als die gültige Schriftsprache. Später wurde es vom Hochdeutschen verdrängt, zuerst in Schrift und später auch in der gesprochene Sprache.

Mehr Infos zur Geschichte des Platt beim Institut für Niederdeutschen Sprache

Platt heute

Aber das Platt lebt fort, auch bis heute. Das beweisen zahlreiche Bücher, die noch heute im Plattdeutschen  verfasst sind. Erzählungen, Lieder oder auch Gedichte – eines davon stellen wir euch mal vor. Lama von Bärbel Albrecht aus Anklam aus dem Jahr 1999.

Plattsounds

Plattdütsch schnacken und auch Plattdeutsch singen – so hat die Niedersächsische Kultusministerin Johanna Wanka den Plattsounds- Wettbewerb initiiert, das ist ein Bandwettbewerb für junge MusikerInnen auf Platt.

Mehr Infos zu Musik und Radiosendungen auf Platt auf der Plattform „Die Welt snackt platt“ des NDR.