María Sabina war eine Berühmtheit. Weniger in ihrem eigenen Heimatland Mexiko, als vielmehr in einschlägigen Kreisen des internationalen Hippie und Drogen Tourismus und auch unter Pharmaforschern der 1970er Jahre. Viele Menschen reisten ins kleine Dorf Huahuatla de Jímenez, um die dort ansässige Heilerin und Schamanin zu treffen – angezogen von den Gerüchten über jene spektakulären „Götterpilze“, die María Sabina in ihren Ritualen verwendete. Die Besucher richteten – unwillentlich – großen Schaden an. Trotzdem lebt das Erbe der großen Geistfrau noch heute weiter, zum Beispiel in der Erinnerung des Heilers, Lehrers und Entertainers René Nepomocido in einem mexikanischen Bergdorf.

ton & text: Johanna Fricke

Advertisements