„INDIGENE LYNCHEN DREI VERMEINTLICE STRAFTÄTER UND VERBRENNEN SIE BEI LEBENDIGEM LEIBE!“

Solche oder ähnliche Nachrichten lassen sich immer wieder in der guatemaltekischen Presse finden. Unter den Titeln prangen Fotos der Menschen, die sich im Todeskampf winden, verschluckt von den Flammen am eigenen Körper. Ebenso reisserisch wie unsere Beschreibung hier lesen sich auch die dazugehörigen Berichte. In ihnen wird die Lynchjustiz angeprangert, welche in ländlichen Gemeinden Guatemalas in Mittelamerika immer wieder praktiziert werden. Aus der Perspektive der nicht-indigenen Bevölkerung sind diese Strafmaßnahmen menschenverachtend und verstoßen gegen die Menschenrechte sowie gegen guatemaltekisches Recht. Hier treffen zwei Rechtssysteme aufeinander – das aus der westlichen Rechs- und Wertetradition und ein Rechtssystem, welches indigenen Gemeinden zugeschrieben wird. Im folgenden Interview beschreibt die Rechtswissenschaftlerin Nadine Janssens die Hintergründe der Lynchjustiz. Sie arbeitete lange als Menschenrechtsbeobachterin in indigenen Gemeinden Guatemalas und zeichnet die Entstehung dieser Strafmaßnahmen nach:

Der Skript zum Interview / la entrevista en español con la traduccion alemana

LA ENTREVISTA EN ESPAÑOL:

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