von Nizar Qabbani

geb. 1923, ist ein syrischer Schriftsteller. Er arbeitete zuerst
viele Jahre im diplomatischen Dienst, in verschiedenen syrischen Botschaften im Bereich des kulturellen Austausches.
Neben seiner Arbeit schrieb er immer schon Gedichte. Und hinterließ ein unglaubliches Gesamtwerk. Insgesamt hat Nizar Qabbani 35 Gedichtbände geschrieben, die er zum Teil in seinem eigenen Verlag in Beirut herausbrachte.

Besonders berühmt ist Qabbani für seine politischen Dichtung, in denen er die arabischen Regierungen kritisiert. In einer mal offenen und direkten, mal subtilen und bildhaften Sprache. Und genau das brachte ihm einerseits Bewunderung, andererseits starke Kritik ein. Jetzt hören wir ein Gedicht von Nizar Qabbani, das Studierende der Arabistik auf einem Rezitattionsabend im Frühjahr vortrugen: Das Gedicht, der Hahn, von Nizar Qabbani:

bald wieder hörbar!

Ihr hörtet das Gedicht, der Hahn vom syrischen Schriftsteller Nizar Qabbani. Ein Gedicht, in dem zwischen den Zeilen, verpackt in sprachliche Bilder eine Kritik der Regierung zum Ausdruck kommt.
Wegen dieser Kritik der politischen Zustände in seinem Land war Qabbani sehr umstritten. Aber nicht nur deshalb. Auch seine sinnliche Liebesdichtung erregte die Gemüter, bis heute, auch lange nach seinem Tod im Jahr 1998.

In seiner Autobiografie sagt Nizar Qabbani über die arabische Poesie:

„Ich stamme aus einer Volksgruppe, die die Gedichte atmet. Die Neugeborenen Kinder bei uns nehmen die Gedichte durch die Muttermilch auf. Alle Jugendlichen verfassen ihren ersten Liebesbrief als Gedicht.“

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