Du durchsuchst gerade das Tag-Archiv des 'Europa Tags.
In vielen Regionen der Welt, wo die Mensche am und mit dem Wasser leben, hat es eine ganz besondere Bedeutung für sie. Es bedeutet die Entstehung von Leben, Wiedergeburt, aber auch Tod. Das Wasser befruchtet die Erde, was es für Menschen, die von der Landwirtschaft leben, lebensnotwendig macht. Andererseits bedeutet das Wasser Gefahr, zum Beispiel, wenn es als Überflutung Lebensräume der Menschen zerstört. Die postiven und negativen Seiten des Wassers drücken sich in den Mythen aus, die sich die Menschen über das Wasser und seine BewohnerInnen erzählen.
Im Gespräch mit Franz Segeht erfahren wir, welche Mythen sich im Spreewald um das Wasser ranken.
Auf Ostwestfälischer Mundart erzählt uns Ida Hermwille ein Pickert Rezept. Ostwestfälisch zählt zu den Westfälischen Dialekten, diese wiederum zum Niedersächsischen.
´Man nehme …` geht wohl auf die westfälische Köchin Henriette Davidis zurück!
Aus einer weiten Landschaft in Westfalen bei Bielefeld hören wir wie Ida Pickert zubereitet.
Man nehme:
Plattdeutsch oder auch Niederdeutsch genannt – wird in ganz Norddeutschland gesprochen, in unterschiedlichen regional geprägten Formen. Von Niedersachsen über das Rheinische Platt bis hin nach Vorpommern – überall spricht man heute auch noch Platt. In ganz Norddeutschland sind es noch 2,6 Millionen Menschen.
Geschichte
Das Platt hat eine lange Geschichte – entstanden ist es aus dem Altsächsischen, das zwischen 800 und 1100 im Gebiet zwischen Dänemark und einer Sprachscheide. Die führt entlang einer Linie von Olpe über Kassel nach Merseburg. Aus dem Altsächsischen entwickelte sich das Niederdeutsch. Seine Hoch-Zeit auch als Schriftsprache hatte das Niederdeutsch während des Hanseverbundes. Das war ein Verbund von Handelsstädten rund um die Nord- und Ostsee. Dort florierte der Seehandel von ca. 1350 bis 1550. Für diesen Zeitraum galt die niederdeutsche Sprache der Hansekaufleute rund um Ost- und Nordsee als die gültige Schriftsprache. Später wurde es vom Hochdeutschen verdrängt, zuerst in Schrift und später auch in der gesprochene Sprache.
Mehr Infos zur Geschichte des Platt beim Institut für Niederdeutschen Sprache
Platt heute
Aber das Platt lebt fort, auch bis heute. Das beweisen zahlreiche Bücher, die noch heute im Plattdeutschen verfasst sind. Erzählungen, Lieder oder auch Gedichte – eines davon stellen wir euch mal vor. Lama von Bärbel Albrecht aus Anklam aus dem Jahr 1999.
Gedicht up Platt by weltempfaenger4
Plattsounds
Plattdütsch schnacken und auch Plattdeutsch singen – so hat die Niedersächsische Kultusministerin Johanna Wanka den Plattsounds- Wettbewerb initiiert, das ist ein Bandwettbewerb für junge MusikerInnen auf Platt.
Mehr Infos zu Musik und Radiosendungen auf Platt auf der Plattform „Die Welt snackt platt“ des NDR.
Hexen in der Schweiz by weltempfaenger3
Das Bild der Hexe ist ein Idealbild aus vielen Zuschreibungen, Vorurteilen und Aberglauben.
In diesem Beitrag geht es vor allem darum, wie ein Schadenszauber mit der Hexenpuppe in der Schweiz ausgeführt wurde.
Noch etwas zum Thema Hexen im Dritten Reich:
Es wurden 30000 Hexenprozesse aus dem Mittelalter nachvollzogen, um zu beweisen, dass die Inquisition eine Verschwörung der röm.-kath. Kirche gegen die Germanische Rasse war.
zum Einlesen empfielt sich der Wikipedia-Artikel:
Hexenkartothek
Im Jahre 1986 wurde der Name einer Stadt im Norden der Ukraine zum Inbegriff für die Folgen, die durch eine vom Menschen verursachte nukleare Katastrophe verursacht werden können – Чернобыль (Tschernobyl).
Eine der umfangreichsten Evakuierungs- und Umsiedlungsmaßnahmen folgten, um die betroffenen Menschen aus den verstrahlten Gebieten in Sicherheit zu bringen – doch nicht alle Menschen kamen der Forderung nach, ihr Zuhause zu verlassen…
Der Beitrag entstand auf Basis einer Reise unseres Redakteurs Christoph Lehmann in das betroffene Gebiet im August 2010.
Die Vergessenen der Zone by weltempfaenger3
Für weitere interessante Hintergrundinformationen und Fotos aus dem Gebiet empfiehlt sich ein Besuch folgender Seite:
…und in dem Fotoalbum des Autors:
Der Weltempfänger sendet mit und auf Radio Blau. Dieser unser Haussender ist wie im vergangenen Jahr vom Abschalten auf UKW bedroht. Das Problem für Radio Blau bleibt weiterhin die Finanzierung seiner Sende- und Leitungskosten, also die Kosten für die Übertragung des Signals auf UKW. Diese Finanzierung ist für die kommenden Jahre bisher ungeklärt. Radio Blau fordert die Sächsische Landesmedienanstalt für privaten Rundfunk (SLM) auf , diese Kosten zu übernehmen. Denn Radio Blau ist Radio von und für Menschen aus Leipzig und der ganzen Welt und leistet damit einen wichtigen Beitrag für den Medienpluralismus, für die Vielfalt der Stimmen im Radio!
Radio Blau braucht unsere Unterstützung.
Schreibt, eure Meinung, warum ihr freie Radios wichtig findet, direkt an die Sächsische Landesmedienanstalt SLM.
Wie ihr Radio Blau weiterhin unterstützen könnt, erfahrt ihr auf
radio blau
rette dein radio
Wir kämpfen für die Stimmenvielfalt!
Und möchten Radio Blau unsere Unterstützung versichern.
Unsere Sendung bleibt vorerst auf UKW hörbar, auf den Frequenzen
89,2 mHz im Nordosten |94,4 mHz im [Nord]Westen |99,2 mHz im Süden
Setzt euch dafür ein, dass das so bleibt!
Denn ohne UKW bleibt uns nur Radio Blau im Internet, im live stream
Die Tsiganologie als Lehr- und Forschungsschwerpunkt an der Uni Leipzig gibt es im Grunde seit dem Beginn der ersten Projektseminare im Jahre 2002. Vor allem aber erhielt er entscheidende Impulse mit dem ersten Durchlauf im SFB 586 und einem Projekt zum Dienstleistungsnomadismus am Schwarzen Meer. Seither gibt es eine gesonderte auf die Tsiganologie spezialisierte Bibliothek mit zahlreichen Bänden, einen regelmässigen Lektürekurs zu tsiganologischen Themen und ein enorm aktive Gruppe junger Tsiganologen, deren Seite findet sich hier.
Tsiganologie by weltempfaenger02
(Zum besseren Verständnis Rom = Mensch, Selbstbezeichnung einer europäischen Zigeunergruppe. Gadjo Romanes Wort für Nichtzigeuner.)
Die Auszüge der Werke, die im ersten Teil des Beitrages vorkommen in seiner chronologischen Reihenfolge:
Eugen Kogon: Eine Notwendige Darstellung. In: Anita Geigges / Bernhard Wette (Hg.) Zigeuner heute. Verfolgung und Diskriminierungen in der BRD. Lamuv Verlag 1979.
Sergius Golowin: Der ewige Zigeuner im Abendland. Trikont München 1980 zitiert: Vaillant, J.A.: Les Romes. Historie vrai des vrai Bohémiens. 1957 Paris. S. 21, 36.
Sudbrack, Inge und Knobloch, Johann: Zigeunerkundliche Forschungen 1. Insbruck 1977 zitiert A.F. Pott: Die Zigeuner in Europa und Asien.
Reimar Gilsenbach: Das beste für den Chartijas. In: (ders.) Oh Django, sing deinen Zorn. Sinti und Roma unter den Deutschen. Basis Druck 1993.
Musik war zu finden bei :
1. Un Tzigan Avea Casa. Auf: Nomad’s Land. Mouvances Tziganes. Folklore der Zigeuner. Track 10
2. “Latcho Drom” a Tony Gatlif movie. Szene: Banjaras – Sand, Sensuality and Color
3. Auszüge aus Banjara Music. Take 2: Bichura und 3: Panihari
4. Fanfara Dracula din Pietris - Bossa nova.
5. Mamar Chori gesungen von Gormati vom gleichnamigen Album Mamar Chori. Banjara Video
6. Tsiganeshti. Auf: Nomad’s Land. Mouvances Tziganes. Folklore der Zigeuner. Track 09.




