Kukaye Moto heißt _Gemeinschaft und Feuer_ und Feuer versprühte diese Leipziger Band im Studio von Radio Blau. Dabei wurde nicht nur zu den neuen Liedern von Kukaye Moto getanzt, sondern auch die vielen Seiten dieser achtköpfigen Band vorgestellt: Arba, Mariella und Rodrigo über die Bandgeschichte, ihre musikalischen Einflüsse und den Traum von Konzerten in Tansania.

Kukaye Moto live erleben und abtanzen könnt ihr am 27.1 20 Uhr Plan B.
Dort spielt die Band ein Charity-Konzert in Zusammenarbeit mit weitblick e.V.. Die Einnahmen sollen in den Bau eines neuen Seminar- und Veranstaltungsgebäudes für die geisteswissenschaftliche Fakultät an der Universität Abomey-Calavi in Benin (Westafrika) fließen.

In der Weihnachstzeit feiert die christliche Gemeinschaft die Geburt ihres Messias Jesu Christu, einer in seiner mythischen Darstellung dennoch menschlichen, andererseits auch gottähnlichen oder gottesgleichen Gestalt. Über die Seinsart Jesu Christu wurde im Christentum lange gestritten. Einen etwas pragmatischeren Umgang mit der Dreifaltigkeit kommt in der folgenden Geschichte zum Ausdruck: Bei den Pemón aus Venezuela und Brasilien holt der paisan, der religiöse Spezialist, den Herrgott in die irdische Welt hinab, um die Probleme der Menschheit zu besprechen:

Der Schamane, der Gott herabholte

PIASAN POTORITO ENUTETEPON PANTONI
1. Inare kanan,pena-rike pemon dama-da piasan puek esatipue to-da Potorito enu tope-ya dare t-eseuroma-kon pa. .
2. Muere-wi, etiakte-pe, tumaya puek chima piasan-da ane-re enutepue-ya; ancheri kini enutepue- ya. „¿Tu, yare man; e nawa pata nai?“, taurepue-ya. Muere-wi nosanton-da ekamapopue: „¿Dairen-pe ina depotori amare nak-ma?“. „Ake, taurepue-ya; ad-epotori-kon:, – neke yure, ancheri, Potorito dadok rekin.

[...]„

In: Armellada, Fray Cesaro de (Hg.): Tauron Panton 2. Así dice el cuento. Universidad Católica Andrés Bello, Instituto de Investigaciones Históricas, Centro de Lenguas Indígenas. Caracas. 1973.

Derlei Elemente christlicher Glaubensvorstellung fanden Eingang in die Weltanschauung der Pemon durch die Mission, u.a. des Ordens der Kapuziner. Die Kapuziner begannen ihre intensive Missiontätigkeit im Gebiet der Pemon ab 1922. Einer der Kapuzinermönche, Fray Cesareo de Armellada, nahm die oben zitierte Geschichte bei den Pemon auf und publizierte sie in den Erzählsammlungen Tauron Panton 1/2. Die Frage, ob diese Erzählung der Pemon auch das Gottesbild der Kapuziner verändert hat, bleibt offen.

Zum 3. Mal startet das kleine ethnologische Filmfestival Anfang Dezember. Dazu traf sich Maria mit Theresa und Friedemann. Beide sind filmbegeistert und konzipieren zusammen mit Susanne und Sarah die An/Ver-Wandlungen. Hört hinein´ in ein Gespräch über dokumentarische Filme und über das nun bald beginnende Filmfestival.

AnVerWandlungen NOVEMBER11 norma by Weltempfänger5

Surplus! Theresa erzählt vom Programm:

Links:
Festival An/Ver-Wandlungen
LuRu Kino
Filme im Grassi-Museum

Filmfestival in Paris:
ecufilmfestival

Filmtipp:
Sifinja – die eiserne Braut (2009) von Valerie HÄNSCH

Im Frühsommer trafen einige Studierende des weltempfänger Michael Oppitz zum Gespräch zu Schamanen in Nepal und zum Filmen aus ethnologischer Perspektive. Michael Oppitz ist Ethnologe und Filmemacher, er forschte zu Schamanen bei den Magar in Nepal.

Buchtipp:
Kunst der Genauigkeit (1988) von Michael OPPITZ

Im Studiogespräch mit Antje Velasquez erfahren wir wem das Wasser in den Süd-Anden Perus gehört und was das für den Alltag der Menschen bedeutet.

machen machen

in Leipzig
Call for Papers zum Netzwerken V - bis 1.März
Zum fünften Mal lädt das Forum Tsiganologische Forschung (FTF) NETZWERKEN nach Leipzig ein. Hauptanliegen des Workshops ist die Förderung von Austausch und Diskussion zur Forschung und Arbeit mit Roma-/Zigeunergruppen.

Datum: 13. April – 15. April 2012 (Fr-So)
Ort: Leipzig
Thema: Verfolgung und Flucht von Roma/Zigeunern

in der Welt

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